Nach weiteren zwei Monaten auf See erreicht unser Schiff schlussendlich den Hafen von Santo Domingo in der Karibik, wo die „Fracht“ unverzüglich „abgeladen, desinfiziert und rehabilitiert wurden. Während der Reise grassieren Krankheiten wie Diarrhö, Ruhr, Skorbut, Typhus und Pocken, hervorgerufen durch die stockende Luft unter Deck, schlechten Hygienischen Bedingungen und schlechter Ernährung. Die wenigen Frischluftgänge an Deck, sofern das Wetter dies erlaubte, konnten den Ausbruch von Krankheiten nicht vorbeugen, vor welchen auch die Besatzung nicht gefeit war.
Im Hafen kündigt der Kapitän die Auktion zum Verkauf der Sklaven an, welcher noch im Hafen selbst abgewickelt wird und eine Beschreibung der „Ware“ beeinhaltet. Exzerpt aus den Tagebüchern eines Plantagenbesitzers: ![]() Waren die Sklaven erst einmal verkauft und die Zahlen aufgezeichnet (in einem Journal mit einer Übersicht über den Handel, einem Journal über den Verkauf der Sklaven und den Gewinn, einer Faktura und einem Hauptbuch) handelt der Kapitän die Preise über die zu erwerbenden kolonialen Produkte wie Indigo, Kaffee und Zucker aus. Die Verhandlungen und das Beladen des Schiffs können zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen.
Nun ist das Schiff bereit in Richtung Nantes in See zu stechen, um nach einer zwei- bis dreimonatigen Überfahrt im Hafen einzulaufen. Bis endlich nach 18monatiger Abwesenheit die Seemänner zu ihren Familien zurückkehren. Die Schiffsladung wird dann verarbeitet und veredelt, bevor sie in ganz Europa zum Kauf angeboten wird. |
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Auf den Amerikanischen Kontinenten |